Neue Württembergische Zeitung
Göppingen. Heute vor einem Jahr starb in Pfinztal der langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete des Landkreises Heinz Rapp, der von 1972 bis 1986 im Bonner Bundestag saß. Nach Volksschule und Banklehre, Kriegsdienst und Gefangenschaft war er 1951 bei der Deutschen Bundesbank als Anwärter für den höheren Dienst eingetreten. 1972 wurde er in den Bundestag gewählt. Als Fachmann für Wirtschaft, Währung und Finanzen war er sachkundiger Gesprächspartner für Unternehmer und auch ein Anwalt der kleinen Leute. Er orientierte sich an der katholischen Soziallehre. Den Bundeskanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt diente er in vielfältiger Weise. Rapp betrachtete es als seine Lebensaufgabe, für gedeihliche Beziehungen zwischen seiner katholischen Kirche und der SPD zu kämpfen. Er war Mitglied des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken. Lebenslang an philosophischen und theologischen Fragen interessiert, arbeitete er in der SPD-Grundwertekommission mit, zeitweilig als stellvertretender Vorsitzender, ebenso in verschiedenen Programmkommissionen. Bienenfleißig verfasste er zahlreiche Reden und Fachaufsätze, die jetzt im Archiv der Friedrich Ebert-Stiftung der historischen Forschung zur Verfügung stehen. Heinz Rapp hinterließ seine Ehefrau Marlies geb. Fischer, drei Söhne und fünf Töchter.
SPD-Veranstaltung zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Kreis Göppingen. Angesichts des bevorstehenden Weltfrauentags am kommenden Samstag, 8. März, hatte die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) zu einer Fortsetzung ihrer Veranstaltungsreihe "Mitmachen - Mitreden - Frauen mischen sich ein" eingeladen. Thema des Abends war das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Die Personalrätin Armi Roth-Bernstein-Wiesner referierte und legte dar, was das AGG beinhaltet und welche Rechte es Frauen, zum Beispiel am Arbeitsplatz, einräumt. Niemand solle zum Beispiel wegen seines Geschlechts Nachteile im Berufsleben erleiden. Roth-Bernstein-Wiesner zeigte auf, welche Arten von Diskriminierung häufig vorkommen und wie sich Frauen wehren können. Überrascht zeigten sich die Teilnehmer davon, dass Beschäftigte im öffentlichen Dienst nach der Elternzeit Anspruch auf eine zeitlich befristete Teilzeitbeschäftigung haben. "Die Praxis sieht leider vielerorts anders aus", beklagte die AsF-Kreisvorsitzende Dr. Heide Kottmann.
Neue Württembergische Zeitung
Kreis Göppingen. Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD hat scharfe Kritik an den öffentlichen Arbeitgebern geübt. Der Kreisvorsitzende der AfA im Stauferkreis, Klaus-Peter Grüner, Süßen, erklärte in einer Pressemitteilung, dass die starre Haltung der Arbeitgeber völlig unverständlich sei und den Weg zu einer Einigung im schwelenden Tarifkonflikt behindere.
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