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SPD-Kreistagsfraktion freut sich über Erfolg: „Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt wird geschaffen“

Veröffentlicht in Kreistagsfraktion

„Wir freuen uns, dass im Landkreis nun grünes Licht für die von uns geforderte Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt gegeben wurde. Wir danken der Arbeitsgruppe im Landratsamt, welche eine Konzeption dafür erarbeitet hat. Wir danken dem Verwaltungsausschuss für das nunmehr einmütige Votum. Und wir drängen auf eine möglichst schnelle Umsetzung, gerade in Zeiten von Corona, wo wir uns oft genug fragen, was sich hinter verschlossenen Türen verbirgt“, so die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Susanne Widmaier, zum am vergangenen Freitag erfolgten Beschluss . Kreisrätin Claudia Schlürmann hebt hervor:  „Die Stelle ist beim ‚Verein Frauen- und Kinderhilfe e.V.‘ richtig, kompetent und gut vernetzt angesiedelt. Wir wünschen uns aber, daß gerade an Wochenenden eine schnell reagierende Bereitschaft gewährleistet ist, mit welcher die nunmehr vorgesehene 0,4 Stelle und ein Anrufbeantworter nicht allein gelassen werden sollte!“

Hierzu zähle auch die Anforderung, wie und wo Unterkunftsmöglichkeiten zur schnellen Überbrückung an Wochenenden angeboten werden könnten, so Claudia Schlürmann, die im Heininger Gemeinderat seit Jahren auch die dortige ‚Frauenliste‘ anführt. Bei der Haushaltsberatung im Herbst vergangenen Jahres hatte die SPD eine solche Stelle gefordert, hätte sie am liebsten gleich festgeschrieben, aber dann zunächst der Erstellung einer Konzeption „um der Sache willen“ zugestimmt. Antrieb für die Initiative  ist die ‚Istanbul-Konvention‘ gegen Gewalt an Frauen.  

Hintergrund ist die zunehmende Zahl häuslicher Gewalt an Frauen und Kindern, mittlerweile auch in geringerer Zahl an Männern. Um das 8-14 fache der polizeilich erfassen statistischen Zahl schätzt man die Dunkelziffer. Der vielfältige Druck aus den Corona-bedingten Konflikten wird eher noch als Treiber befürchtet. Als Konzept wird ein niedrigschwelliges ambulantes und proaktives, also vorausschauendes Fachberatungsangebot verfolgt, das bei Kontaktaufnahme schnell für die Betroffenen aktiv wird. Bisher war der Landkreis hier ein ‚weißer Fleck‘. Das Ganze ist eine ‚weisungsfreie Pflichtaufgabe‘ im Rahmen der sozialen Zuständigkeit der Landkreise. Hilfreich ist eine neue Verwaltungsvorschrift des Landes, mit welcher eine Landesförderung zwischen 8000 und 12.000 Euro jährlich als Unterstützung der kommunalen Pflicht beantragt werden kann. Zwar zunächst befristet bis 31.12. 2023. „Aber da sehe ich keine Probleme, daß diese überschaubaren Summen für eine offenkundig eklatante soziale und humane Herausforderung dauerhaft bereit stehen“, so Kreisrat Peter Hofelich.

Wie in anderen Landkreisen auch, soll die Stelle beim Träger des Frauenhauses angesiedelt sein. Susanne Widmaier: „Damit wird dem Grundgedanken der Vernetzung auch am besten Rechnung getragen“. Das Angebot ist kostenlos, vertraulich und kann auf Wunsch auch anonym erfolgen. Ziel sei es auch, die Scham der Betroffenen abzubauen und die alltägliche Gewalt sichtbar zu machen. Claudia Schlürmann: „Für uns ist dies nun ein Startschuss. Wir werden, zusammen mit unserer Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis, die Erfahrungen auswerten und nachsteuern, wo notwendig !“
 

 

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