Neue Württembergische Zeitung
Kreis Göppingen. Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Kreis Göppingen zeigt sich bestürzt über die neu entflammte Kernenergiedebatte. "Wir wollen keine strahlende Zukunft für uns und unsere Kinder - wir fordern die konsequente Umsetzung des Atomausstiegs", betont die ASF-Kreisvorsitzende Dr. Heide Kottmann und verweist auf Statistiken, die zeigen, dass die Krebsrate bei Kindern im Umkreis von fünf Kilometern um ein Kernkraftwerk deutlich erhöht ist. "Die Atomlobby bestreitet jeglichen Zusammenhang zwischen Krebsrate und Kraftwerk, es gibt aber auch keinen Beweis, dass dem nicht so ist", so Heide Kottmann weiter. Der angeblich "billige" Strom aus Kernkraftwerken verursache Milliardenkosten, erfordere langwierige Genehmigungen und rufe öffentlichen Widerstand hervor.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
am vergangenen Sonntag haben Sie entschieden, wer Sie in den kommenden vier Jahren im Deutschen Bundestags vertreten soll. Gerne wäre ich Ihr Abgeordneter gewesen.
Das Ergebnis vom Sonntag zeigt aber leider, dass wir SozialdemokratInnen vor Ort durch unser Engagement für eine solidarische Gesellschaft nur begrenzt gegen die "politische Großwetterlage" ankämpfen können.
Für Ihre Unterstützung im Wahlkampf und Ihr Vertrauen bei der Bundestagswahl möchte ich mich auf diesem Wege ganz herzlich bedanken. Unzählige Gespräche mit Ihnen während des Wahlkampfes aber auch schon davor haben mir gezeigt, dass es sich lohnt für soziale Gerechtigkeit zu streiten. Das werde ich in Zukunft als Kreisvorsitzender meiner Partei und als Kreisrat auch weiterhin tun.
Für Ihre Anliegen werde ich dabei immer ein offenes Ohr haben.

Ihr Sascha Binder
Weggefährten sagen Ex-Minister im Alten E-Werk Lebewohl
Neue Württembergische Zeitung
Kreis Göppingen. Sieben Jahre lang konnte der Sozialdemokrat Walter Riester als Wahlkreisabgeordneter in Göppingen die Geschicke des Landkreises mitgestalten. Bei der Bundestagswahl am 27. September tritt der 65-Jährige nicht wieder an. Aus Anlass seines Ausscheidens aus dem Parlament veranstaltet der SPD-Kreisverband am Sonntag, 11. Oktober, ein Abschiedsfest für den ehemaligen Bundesarbeitsminister, der mit der nach ihm benannten "Riester-Rente" eine Reform durchgesetzt hat, die weltweit für Aufsehen sorgt und das deutschen Rentensystem nachhaltig verändert hat. Nach dem offiziellen Teil des Abschiedsfestes schließt sich ein Empfang an.
Schmucker Wahlkampf
TIM ZAJONTZ, Neue Württembergische Zeitung
Spätestens mit Ende der Sommerferien hat die heiße Phase des Bundestagswahlkampfes nun doch noch begonnen: Eine Podiumsdiskussion jagt die andere, in den Fußgängerzonen wimmelt es von Parteianhängern an Infoständen, und die Terminkalender der Kandidaten sind zum Bersten voll. Dass die Wahlkämpfer aber den Spaß an der Arbeit nicht verloren haben, beweist ein Schnappschuss aus dem Oberen Filstal. In Bad Ditzenbach blickt der farbenfroh geschmückte SPD-Kandidat Sascha Binder auf die Passanten herab - mit einer blühenden Kopfbedeckung. Auf das politische Kunstwerk wurde bei einem Besuch im "Täle" nun auch ein Künstler aus Pfullingen aufmerksam. Er veröffentlichte den blumigen Blickfang sogleich in seinem Künstlerblog unter http://blog.kulturprodakschn.de . Von wegen langweiliger Wahlkampf: Jetzt wirds offenbar richtig bunt.
Sie haben sich entschlossen Mitglied in der SPD zu werden, das ist gut so!
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