
In der Gemeinderatssitzung vom 24.04.2026 fand der Haushaltsantrag der SPD-Fraktion zur Verbesserung der Radverkehrssicherheit zwischen Uhingen und Holzhausen keine Mehrheit. Die SPD hatte beantragt, dass sich die Stadt Uhingen beim Straßenbaulastträger für eine Priorisierung der Sanierung der L1225 sowie für den Bau eines sicheren, von der Fahrbahn getrennten Radwegs einsetzt.
Die Verbindung zwischen Uhingen und Holzhausen ist eine wichtige Verkehrsachse zwischen dem Filstal, dem Schurwald und dem Remstal. Zudem liegt mit dem Freibad ein wichtiges Ziel für Familien, Kinder und Jugendliche direkt an dieser Strecke. Gerade wenn Bürgermeister Wittlinger die Uhingerinnen und Uhinger zur Teilnahme am Stadtradeln aufruft, muss auch die passende Infrastruktur geschaffen werden. Wer möchte, dass mehr Menschen im Alltag das Fahrrad nutzen – sei es zum Freibad, zu Ärzten, Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten, Sportstätten oder zur Schule –, muss dafür sichere und durchgängige Radverbindungen anbieten.
Die SPD-Fraktion hatte vorgeschlagen, den Radweg langfristig an die bereits beschlossenen Radschutzstreifen anzubinden, um so ein durchgängiges Radverkehrskonzept für Uhingen und Holzhausen zu schaffen. Zudem sollte geprüft werden, ob die Kosten vollständig durch den Straßenbaulastträger übernommen werden können.
Die Verwaltung gibt an, dass bereits Konzepte erstellt und dem Straßenbaulastträger zur Verfügung gestellt wurden. Welche Möglichkeiten genau geprüft und welche dem Straßenbaulastträger übermittelt wurden oder wie der aktuelle Stand hinsichtlich einer Berücksichtigung dieser Konzepte seitens des Baulastträgers ist, wurde nicht mitgeteilt.
In der Diskussion in der Gemeinderatssitzung überwogen bei Teilen des Gemeinderates die Sorgen über mögliche Einschränkungen von Parkmöglichkeiten entlang der Strecke. Aus Sicht der SPD wird dabei die tatsächliche Situation für Radfahrende und Fußgänger ausgeblendet. Der derzeit häufig genutzte Gehweg ist für eine gemeinsame Nutzung zu schmal und führt immer wieder zu gefährlichen und unangenehmen Situationen vor den angrenzenden Wohnhäusern. Begegnungen zwischen Fußgängern, Familien mit Kinderwagen und Radfahrenden werden dort regelmäßig zum unfreiwilligen Hindernislauf.
Die SPD-Fraktion bedauert, dass der Gemeinderat die Chance nicht genutzt hat, ein klares Signal für mehr Verkehrssicherheit und eine moderne Mobilitätspolitik zu setzen. Wer den Radverkehr ernsthaft fördern möchte, muss sichere und alltagstaugliche Verbindungen schaffen – insbesondere auf wichtigen Verbindungsachsen wie zwischen Uhingen und Holzhausen.