SPD Uhingen

 

Geschichte SPD Uhingen - Neuanfang 1947 bis 1957

Veröffentlicht in Historisches

Sonntag, den 2. Februar 1947Wiedergründung des SPD-Ortsverein Uhingen.   

An diesem Tag trafen sich um 15 Uhr im Gasthaus "Löwen" ca. 2 Dutzend Mitglieder der SPD, um den Ortsverein Uhingen der Partei wiederzugründen. Es waren einige wenige Uhinger, die Mehrzahl waren Flüchtlinge, die auch fern ihrer Heimat den Idealen der Sozialdemokratie treu geblieben waren. Erster Ortsvereinsvorsitzender wurde             

Eugen Grünewald,

zum Stellvertreter wählte die Versammlung Gustav Richter.                 

1947 – Der Alliierte Kontrollrat bestimmte, dass der Gemeinderat für Gemeinden über 5.000 Einwohner aus 18 Personen bestehen müsse. Dies erforderte für Uhingen eine erneute Wahl.

Dezember 1947 - Am 7. Dezember 1947 erfolgte die erforderliche Gemeinderatswahl. Folgende Parteien traten zur Wahl an und erhielten in Klammer folgende Sitze:

FWV (10 Sitze), SPD (7 Sitze), KPD (1 Sitz). Insgesamt 18 Sitze.

Bemerkung: Mit Frau Martha Kies, SPD-Liste, ist erstmals eine Frau in den Uhinger Gemeinderat gewählt worden. Ein außerordentliches Ereignis!!!   Martha Kies

Auf der SPD-Liste kandidierten:                                                                           

1. Grünenwald Eugen                                             10. Regelmann Th.

2. Braun Leonard                                                    11. Öchsle Paul

3. Frank Georg                                                        12. Preller Olga

4. Schmidt Richard                                                 13. Probst Wilhelm

5. Barth Christian                                                    14. Grünenwald Kurt

6. Kies Martha                                                         15. Illner Max

7. Friehs Alfred                                                        16. Menzel Josef

8. Beutenmüller Heinrich                                         17. Kerler Wilhelm

9. Schmid Fritz                                                         18. Schork Georg

Gewählt wurden: Grünenwald Eugen, Braun Leonard, Frank Georg, Barth Christian, Kies Martha, Probst Wilhelm, Kerler Wilhelm/Diegelsberg    

1951 ist Leonard Braun ausgeschieden. Nachrücker Heinrich Beutenmüller. Ende 1950 scheidet Georg Frank aus.

Kreistagswahl 1946 Der Wahlkreis umfasste die Orte Ebersbach, Uhingen, Albershausen, Baiereck und Schlierbach. Aus Uhingen kandidierten für die SPD Eugen Grünenwald und Rudi Baudisch, sowie Bürgermeister Walter Britsch aus Baiereck.

Januar 1947 – Am 1.1.1947 tritt Kurt Grünenwald in die SPD ein. Politisch geprägt vom Elternhaus, bringt er sich aktiv im Ortsverein ein.  

23. Mai 1949 - Der Parlamentarische Rat (darunter gestandene Sozialdemokraten) war beauftragt, eine neue Verfassung festzuschreiben. Es entstand das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschlands    

                                                                                                                                                            14.

August 1949 – 1. Bundestagswahl -  Ergebnis:

SPD 29,2 %, CDU/CSU 31 %, FDP 11,9 %, KPD 5,6 %                                        Für den Wahlkreis 7 Göppingen-Kirchheim tritt für die SPD Dr. Fritz Eberhard aus Stuttgart an. Er bekommt leider kein Mandat. Wahlergebnis in Uhingen:

CDU 413 St., SPD 577 St., DVP 447 St., KPD 189 St., FW 475 St., Notgemeinschaft und Einzelbewerber Prof. Holubar 610 St.

19. November 1950 – Wahl zum Württemberg-Badischen Landtag

Für den Wahlkreis Göppingen wurde für die SPD der Journalist         Karl Aberle aus Göppingen gewählt.  Dieser musste durch Krankheit sein Mandat 1951 aufgeben. Im folgte sein Zweitkandidat Karl Riegel ebenfalls aus Göppingen.                                                                                        

Januar 1951 – Für die Gemeinderatswahl gibt es 4 Wahlvorschläge. 1. SPD, 2. Block der Heimatvertriebenen, 3. KPD, 4. FWV. Wahlausgang: FWV 4 Mand., BdH 3 Mand., SPD 2 Mandate. Für die SPD wurden gewählt: Grünenwald Kurt und Oechsle Georg.

Für die SPD kandidierten: Oechsle Georg, Grünenwald Kurt, Kerler Wilhelm/Diegelsberg, Wahl Karl, Hafner Ernst, Probst Wilhelm, Widmaier Willi, Gamper Willi, Zimmermann August.

Zur Erinnerung sei an dieser Stelle an die aktiven Mitglieder gedacht, welche sich nach ihrer Vertreibung in Uhingen sesshaft machten und politisch in der SPD aktiv waren.

Dies waren u.A. Gustav Richter, Florian Gerbrich, Walburga Hoffmann, Franz Kalensky, Alois Korinek, Anna und Maria Menzel, Josef Menzel, Georg Vibiralik, Filomena Wieland.

März 1952 – Die durch die Volksbefragung positiv beschiedene Ländervereinigung von Baden und Württemberg ergab bereits im März 1952 eine weitere Wahl zur Verfassungs-

gebenden Landesversammlung und dem nachfolgenden Landtag. Von nun an wurde der Landkreis in zwei Wahlkreise Göppingen und Geislingen aufgeteilt. Im Wahlkreis Göppingen kandidiert Karl Riegel und wird mit 37,5 % der Wählerstimmen, 20 % mehr als die CDU und 10 % über den Landesdurchschnitt der SPD direkt in den Landtag gewählt. 

 August 1952 - Am 28. August 1952 stirbt Kurt Schumacher, der sich von der fast 10jährigen KZ-Haft nie mehr ganz erholt hatte, im Alter von 56 Jahren. Seine ganze Energie galt dem Aufbau einer freien Demokratie und der Überwindung der politischen und moralischen Isolierung Deutschlands.

 Erich Ollenhauer wird zum Nachfolger von Kurt Schumacher, als Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands gewählt.

November 1953 – Gemeinderatswahl

Von Frau Martha Kies liegt folgendes Gedicht zur Gemeinderatswahl vor:

„Die Kandidaten der SPD stellen sich vor“:

1 Als erster sei Fritz Euchner zur Stell,

   a Ma, solid ond sicher hell.

2 Ond jetzt kommt onser Christian Barth,

   a altbewährter Kandidat.

3 Bei´m VDK ganz guet bekannt,

   sei August Zimmermann genannt.

4 Ond jetzt kommt Hausfrau Martha Kies,

   a fraulichs Wesa braucht mer g´wieß.

5 Jetzt steigt Anton Baumeister ei,

   au dear Ma soll willkomma sei.

6 Als gueter Feuerwehrhauptmann

   tritt Heinrich Beuttenmüller an.

7 A´Baß wie en d´r Albert Steinbuch hot,

   klengt au recht guet em G´meinderot.

8 Als Turner frisch, fromm, fröhlich, frei,                          

   sei Hermann Schöllkopf au derbei.                                 

9 Vom Diegelsberg mues au oiner nei,

   des soll d´r Wilhelm Kerler sei.

Gewählt wurden: Euchner Fritz, Kies Martha, Zimmermann August, Kerler Wilhelm/Diegelsberg.

Fraktionsvorsitzender: Kurt Grünenwald, Stellvertreter: August Zimmermann

November - 1953 Zur Kreistagswahl am 15. November kandidierten für die SPD im Wahlkreis 4 Uhingen:

Grünenwald Kurt Uhingen, Martinetz Josef Dürnau, Zimmermann August Uhingen, Ziegler Karl Bezgenriet, Schmidt Richard Uhingen. Gewählt wurde Kurt Grünenwald

März 1956 – Landtagswahl. Mit überwältigender Mehrheit erhält in Uhingen der Kandidat der SPD Karl Riegel die meisten Stimmen (1380) vor dem Kandidaten der CDU (772 St.) Auch im Gesamtergebnis des Wahlkreises liegt Karl Riegel mit 20 298 St. klar vor dem CDU Kandidaten mit 15 761 St. Karl Riegel erhält damit das Direktmandat!

Allerdings im Landesergebnis kommt die SPD nur auf 28,9 % = 36 Mandate.

September 1956 – Im Vorfeld der Gemeinderatswahl veranstaltet der SPD Ortsverein Uhingen im Saalbau eine öffentliche Veranstaltung mit dem Stuttgarter SPD Bezirkssekretär Hermann Polenz. Das Thema: „Sozialdemokratische Kommunalpolitik im Spiegel der Gemeinderatswahlen“. In der Diskussion, an der auch Gemeinderäte der FWG, der CDU und den Heimatvertriebenen teilnahmen, ging es um die Gewerbesteuer, um Flüchtlingsfragen und der Frage „ob Parteien überhaupt aufs Rathaus gehören, laut (GR Gerok FWV)

November 1956 – Gemeinderatswahl. Um die 8 Sitze bewerben sich für die SPD: Grünenwald Kurt, Oechsle Georg, Barth Christian, Wezel Robert, Kielkopf Wilhelm, Butz Karl, Gerberich Florian, Söll Ernst, Diegelsberg.                                                            Gewählt wurden: Kurt Grünenwald und Georg Oechsle.                                                                                                                                     Ergebnis:

Block der Heimatvertriebenen   -      FWV            -                  SPD

3.405 Stimmen                                3.347 Stimmen               3.451 Stimmen

Juli 1957 – Am 21. Juli 1957 verstarb Christian Barth an einem Herzinfarkt. Vor allem in der Zeit der „Weimarer Republik“ war er die treibende Kraft im Sozialdemokratischen Verein Uhingen. Als Vorsitzender musste er 1933 den Verein auflösen. 1946 war er wieder bei der Gemeinderatswahl mit dabei. Bürgermeister A. Koch bei seiner Abdankungsrede:

„Christian Barth hatte sich viele Jahre seines Lebens aktiv im Dienste der Allgemeinheit eingesetzt. Bis zu seinem Tode war er ehrenamtlich als Friedensrichter und als Mitglied des Nachlassgerichts tätig“. Die Gemeinde ist ihm zu Dank verpflichtet!

 

Wahlprogramm

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