SPD Uhingen

 

NEIN - zum Gewerbepark Fils!

Veröffentlicht in Aktuelles

Liebe Uhingerinnen und Uhinger,

die SPD Uhingen befasst sich schon seit der Neugründung 1947 mit der Entwicklung von Uhingen. Nicht zuletzt der immer wieder konstruktiven Mitarbeiter der SPD im Uhinger Rathaus ist es zu verdanken, dass die Stadt Uhingen heute so gut dasteht.

Es war der SPD Uhingen immer wichtig im richtigen Maß am wirtschaftlichen Aufstieg von Uhingen mitzugestalten. Auch Uhingen hat schon einen ersten Strukturwandel hinter sich. Mit dem Ende der Gerberei, der Bleicherei und Spinnweberei waren tiefe Einschnitte in die wirtschaftliche Situation in Uhingen gegeben.

Auch hier hat sich ein Strukturwandel gezeigt, welcher leider nicht immer von der Stadt Uhingen aktiv begleitet werden konnte, sich aber positiv entwickelt hat. Auch mit dem Entschluss das Gewerbegebiet Brühl (von der Polizei bis zur EWS) zu entwickeln wurde nochmals die notwendige Veränderung zum Ausbau von Gewerbe mitgetragen. Auch bei den Erweiterungen der Firma Widmann, Beutenmüller und Wackler zeigt sich, dass innerorts noch Flächen zur Nachverdichtung vorhanden sind.

Jetzt ist es aber an der Zeit mit den vorhandenen Ressourcen zurechtzukommen und die Ausdehnung von Uhingen im Zaum zu halten. Es ist hier nicht das Ansinnen der SPD Uhingen Entwicklung zu verhindern, aber doch diese Entwicklung besser zu steuern.

In den Zeiten der Diskussion um den Klimawandel und die Entsprechenden Wetterereignisse ist auch die Stadt Uhingen in der Pflicht ihren Anteil an dem Klimaabkommen von Paris zu leisten und Uhingen ein Stück lebens- und liebenswerter zumachen und als Beispiel in der Region Stuttgart vorauszugehen und so neue Akzente zu setzen.

Es ist utopisch zu glauben im Gewerbegebiet können alle Uhingerinnen und Uhinger Arbeit finden und müssen nicht mehr auspendeln. Allein in der Stadtverwaltung zeigt sich, dass man vor Ort nicht immer das benötigte Personal findet. So sorgt selbst die Stadtverwaltung schon für eine Pendelbewegung ihrer eigenen Beschäftigten. Gleiches erzählen uns Unternehmensleitungen von Uhinger Firmen in Gesprächen. Dies führt zur Erkenntnis, dass auch hier der Markt Angebot und Nachfrage regelt.

Dies alles sind Gründe warum die SPD Uhingen sagt wir wollen UHINGEN NATÜRLICH ERHALTEN und sagen deshalb "NEIN" zum Gewerbepark Fils.

Michael Lopin
Ortsvereinsvorsitzender

 

 

Kosten und Erträge

#Kostenschätzung

  • Die Kostenschätzung für den Gewerbepark Fils basiert auf einer überschlägigen Planung aus dem Jahr 2015. Diese wurde lediglich um die bisherigen Baukostensteigerungen angepasst. Es handelt sich um keine genaue Detailplanung wie diese zum Zeitpunkt der Umsetzung in einem Ausschreibungsverfahren notwendig ist. Hier kann im Zweifel von einer extremen Kostensteigerung ausgegangen werden.
  • Die meisten Flächen gehören noch privaten Eigentümern, also weder dem Zweckverband noch den Städten Uhingen und Ebersbach. Hier ist zu befürchten, dass versucht wird, mit einer Erhöhung der Grundstückspreise einen Verkauf von den bisherigen privaten Eigentümern zu erreichen. Damit müsste für eine Entwicklung des Gewerbegebiets die Verkaufspreise stark angehoben werden, oder die Grundstücke müssten unter den Herstellungskosten verkauft werden. Dies könnte dafür sorgen, dass eine Aromatisierung der Kosten sich auf einen sehr späten Zeitpunkt verschiebt und mit eventuellen nicht gewährleisteten Gewerbesteuern erst ausgeglichen werden muss.

#Geldmittel

  • Allein mit den laufenden Betriebskosten des Zweckverbands Gewerbepark Fils fehlen heute schon über Achtzigtausend Euro jährlich im laufenden Haushalt der Stadt Uhingen.
  • Der Stadt Uhingen fehlen dauerhaft 6.500.000,00 Euro. Diese können nicht mehr für dringend notwendige Maßnahmen wie der Entwicklung des Spinnweberei Geländes, Renovierung der Bäder, Investitionen in Sportanlagen, Erhalt der Schulen und Kindergären verwendet werden.

#konjunkturelle Situation

  • In den Haushaltseinbringen seit 2016 weist die Verwaltung auf eine mögliche Rezession hin. Diese ist nun in der Schlüsselindustrie „Automobil“ in Baden-Württemberg angekommen. Dies erwartet nun neue Strategien der Wirtschaft in der strukturellen Entwicklung. Es kann davon ausgegangen werden, dass Traditionsunternehmen in der Lage sind sich neuaufzustellen und die bestehenden Industrieanlagen umzurüsten. Uhingen hat mit der Firma Allgaier ein solches Unternehmen vor Ort. Hier wurden nicht nur Traktoren gebaut, sondern auch Windkraftanlagen, damit war Allgaier seiner Zeit voraus.
  • Es ist wichtig den Gewerbebetrieben im Innenbereich die notwendigen Entwicklungs-möglichkeiten zu geben. Hier ist die Stadt Uhingen gefordert für moderne Dienstleistung Möglichkeiten auch nahe des Öffentlichen Nahverkehrs und der Bahn anzubieten.

#Gewerbesteuereinnahmen

  • Gewerbesteuereinnahmen machen im Gesamthaushalt der Stadt Uhingen nur 1/5 der gesamten Einnahmen aus. Diese können lediglich über den sogenannten Hebesatz verändert werden.
  • In wirtschaftlich schlechten Zeiten können Gewerbesteuereinnahmen rückläufig sein. Erholen sich aber auch wieder, wenn die Wirtschaftsleistung wieder steigt. Diese Bewegungen sind völlig normal.
  • Die Kämmerei hat auch auf Nachfrage bis heute keine Prognose zu der Höhe von möglichen Gewerbesteuereinnahmen gemacht.
  • Sollte sich ein Uhinger Betrieb im Gewerbepark Fils ansiedeln, verliert die Stadt Uhingen die Hälfte der Gewerbesteuereinnahmen an Ebersbach.
  • Mit der Formel sinkenden Gewerbesteuereinnahmen mit neunen Gewerbeflächen entgegenzuwirken würde bedeuten, dass der Flächenfraß nie aufhören darf. Nur so wäre ja gewährleistet die Gewerbesteuer dauerhaft zu erhalten, wenn es zu einer Konjunktur kommt.

#Amortisation

  • Durch einen anspruchsvollen und zukunftsweisenden Branchenmix, welcher noch nicht definiert ist, muss davon ausgegangen werden, dass die Vermarktung der Grundstücke sich auf mehrere Jahre hinzieht. Damit können die Investitionen nicht kurzfristig zurückfließen und bis eine neuangesiedeltes Unternehmen Gewerbesteuer zahlt kann nicht abgeschätzt werden. Dies gilt insbesondere für sogenannte Startup Unternehmen.

Verkehr und Umwelt

#mehr Lärm

  • Heute bestehen im Bereich des geplanten Gewerbepark bereits eine Vielzahl von Lärmquellen. Dies ist die Bahnstrecke Stuttgart – Ulm, die Bundesstraße B10 und die Industriebebauung im Bereich Ebersbach. Mit dem neuen Gewerbepark wird eine zusätzliche Lärmquelle entstehen. In den Gutachten findet leider keine Addition der Lärmquellen statt. Bekanntlich steigt das Lärmempfinden bei nur 3 Dezibel um das doppelte an.

#Verkehrsaufkommen

  • Mit einem Ausbau der Verkehrsfläche des Gewerbepark wird es nicht nur ein zusätzliches Verkehrsaufkommen aus dem neuen Gewerbepark geben. Es ist davon auszugehen, dass der Verkehr aus dem Industriegebiet Strut und der Wohnbebauung aus dem Norden von Ebersbach auch diese neuen Verkehrsflächen nutzt.
  • Durch Berufspendler, dem Gewerbeverkehr und bestehenden Verkehr aus dem Industriegebiet Strut ist damit zu rechnen, dass neben der Querspange West (B10), auch Diegelsberg und das gesamte Nassachtal belastet wird.

#Frischluftschneise

  • Mit dem Bau von Gebäuden im Gewerbepark wird die bestehende Frischluftschneise zwangsläufig gestört. Dies führt vor allem dazu, dass die Innenstadt von Uhingen zum normalen Temperaturanstieg durch den Klimawandel noch einen zusätzlichen Temperaturanstieg durch den Gewerbepark erleiden wird.
  • Der Klimawandel ist inzwischen unabdingbar und nur zu erreichen, wenn zukünftig der Flächenfraß eingeschränkt wird und Grünflächen erhalten bleiben, auch wenn diese „nur“ Landwirtschaftlich genutzt werden, beeinflussen sie das Klima positiv.

#Ackerböden

  • Im geplanten Gewerbepark sind die wertvollsten Ackerböden in ganz Uhingen. Diese werden mit der Erschließung des Gewerbepark unwiederbringlich vernichtet und können nicht mehr hergestellt werden. Die gesetzliche Regelung die Ackerböden abzutragen und auf anderen Äckern auszubringen ist nicht nachhaltig und verzögert nur die auslaugen der Böden.

#Artenschutz

  • Heute leben im Plangebiet des Gewerbepark mehr als 30 Vogelarten, davon sind 4 Arten geschützt. Es ist unabdingbar, dass alle Vogelarten erhalten bleiben und geschützt werden.
  • Auch sind in dem Plangebiet des Gewerbepark 11 Fledermausarten unterwegs, welche zwingend geschützt werden müssen.

#Natur

  • Durch die Erschließung des Gewerbepark wird in die intakte Natur in der nähe der Nassach eingegriffen und dauerhaft gestört. Zum einen durch eine konstante Produktion im Gewerbegebiet und dem entstehenden Verkehr wird die Nassach um ein Mehrfaches mehr gestört als heute. Wie die Tierwelt sich verhält kann nicht eingeschätzt werden. Diese Eingriffe sind nicht mehr umkehrbar.
  • Die meisten Tiere entlang der Nassach werden dann im Süden von der Bahn und im Westen von dem neuen Gewerbepark eingeschränkt.

#Flächenversiegelung

  • Im Zuge des Klimawandel hören wir jedes Jahr von Starkwetter Ereignissen, ganz besonders gefährlich haben sich hier sogenannte Starkregen gezeigt. Hier ist die Regenmenge so hoch, dass weder Rückhaltebecken noch die Kanalisation die Mengen verkraftet und das Wasser an der Oberfläche auch Straßen abfließt.
  • Da die Kanalisation im Anschluss an den Gewerbepark nicht ausreichend leistungsfähig ist, muss im Gewerbepark dafür sorge getragen werden, dass die Niederschläge im Gewerbepark versickern. Sollte eine solche Rückhaltung nicht umgesetzt werden können, muss das Kanalnetz und die Kläranlage Ebersbach um diese Kapazitäten erweitert werden. Auch hier hat die Stadt Uhingen 50% der Kosten zu tragen.

#Industriegleis

  • Das bestehende Industriegleis (Eisenbahnanbindung) soll erhalten bleiben. Abgesehen davon, dass der Erhalt sehr teuer ist, spricht diese Entscheidung nicht für die Erschließung als Gewerbefläche, sondern als Industriegebiet für wahrscheinlich. Soll hier der Wunsch der Region Stuttgart doch nach einem Industriegebiet erfüllt werden.

Ebersbach an der Fils

  • Bis heute gibt es keine Beschlüsse in Ebersbach die einen alleinige Weiterentwicklung erkennen lassen. Es gibt lediglich einen geänderten Flächennutzungsplan im Rahmen der gemeinsamen Entwicklung mit Uhingen.
  • Ebersbach besitzt keine Ausgleichsflächen im zu versiegelten Gebiet. Die Ausgleichsflächen liegen zu 97,5 Prozent im Bereich der Gemarkung Uhingen.
  • Die aktuelle Finanzsituation lässt nicht erkenne, dass Ebersbach in der Lage wäre die geplanten 13,8 Mio. Euro zur Entwicklung des Gewerbeparks allein aufzubringen.
  • Ebersbach kann das Gewerbegebiet nicht entwickeln, da die Bebauungsplanung auf den Zweckverband übertragen wurde. Somit müsste Uhingen einer Bebauungsplanung im Zweckverband zustimmen.

 

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