SPD Uhingen

 

"Wohnen muss bezahlbar sein!"

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Hochinteressante Podiumsdiskussion am 22. Mai 2017 im Uhinger Uditorium zum Thema „Bezahlbarer Wohnraum – Wie lässt sich dieser realisieren?“

. Das Podium war mit Peter Hofelich MdL, Thomas Dalm, Geschäftsführer der Kreisbau Filstal, Jürgen Kessing, Oberbürgermeister Bietigheim-Bissingen, Susanne Widmaier, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion und Regionalrätin, sowie dem Moderator Dr. Willfried Nobel, Professor für Ökologie, hochkarätig besetzt. Das auch für Uhingen aktuell wichtige Thema wurde in erfreulich sachlicher Manier von den Podiumsteilnehmern und in der Fragerunde auch vom Publikum von allen Seiten beleuchtet und ganz sicher wurden vielen Teilnehmern nachdenkenswerte Aspekte vermittelt, die auch in Uhingen ihre Wirkung zeigen könnten.

Die SPD-Regionalrätin und Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion ging in ihrem Eingangsstatement auf die konkrete Bedarfssituation und die Kostensprünge im Kreis Göppingen ein: 

Die durchschnittliche Kaltmiete im Landkreis Göppingen beträgt 7,70 Euro,dies entspricht einer Bruttomiete von 9,50 – 10,00 Euro.   

  Die durchschnittliche Miete einschließlich Betriebskosten beläuft sich laut Mieterbund Baden Württemberg in Stuttgart auf 11,96 Euro /qm, für eine Wohnung mit 67 qm sind dies 801,00 Euro.

Die durchschnittliche Altersrente bei Männern beträgt 1 040,00 Euro, bei Frauen 580,00 Euro.

In Stuttgart sind laut dem Wohnatlas der Postbank die Einkommen zwischen 2012 und 2016 um 2,2 % gestiegen, die Quadratmeterpreise für Immobilien um 53,4%.

Somit ist die Mitte der Gesellschaft betroffen, kann sich die Krankenschwester, der Verkäufer im Einzelhandel oder ein Ehepaar mit Kindern aus vergleichbaren Berufsgruppen noch eine Wohnung leisten? Was bleibt noch zum Leben, für Konsum, Bildung, Freizeit übrig?
Die Wohnraumförderung muss erhöht werden, denn Wohnen muss für alle Einkommensschichten möglich sein.“    

Interessant war insbesonders die Aussage von OB Jürgen Kessing mit der Handhabung von seiner Stadt, welche die Einnahmen von Grundstückserlösen zu 10 % an eine Stiftung weitergeben die wiederum den Bau von bezahlbaren Wohnungen unterstützt. Tenor von Thomas Dalm von der Kreisbau, "wir möchten gerne bezahlbare Wohnungen bauen, scheitern aber meistens an den zu hohen Grundstückspreisen". Fazit der Veranstaltung: Bezahlbarer Wohnraum ist dringend erforderlich! Die Politik und ihre Verantwortlichen müssen endlich Geld in die Hand nehmen um diesem Misstand entgegen steuern zu können. Dazu gehören mutige Entscheidungen und neue Ideen!